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Der Jahresbericht 2019 ist erschienen!

In den letzten Tagen ist der von Thomas Baumann erstellte ausführliche und reich bebilderte 20-seitige Jahresbericht 2019 erschienen. Darin finden Sie ausführlich geschildert, was Ethiopian Enterprises im vergangenen Jahr in Mehoni erreicht hat, sowie viele ausführliche Details über unsere Projekte und die Situation in Äthiopien! HIER finden Sie den vollständigen Jahresbericht als pdf-file!

“Beautiful Birds” an der Lemlem Baro Schule

Am 15. Februar wurde unser neues Arts&Crafts Center an der Lemlem Baro School offiziell mit einer Schüler-Kunstausstellung unter dem Thema ‘Schöne Vögel’ eröffnet. Drei von uns waren bei dieser besonderen Veranstaltung in Mehoni anwesend, und wir haben in der Woche vor der Ausstellung hart mit den Schülern gearbeitet, um die Exponate fertigzustellen, an denen sie wochenlang gearbeitet hatten.

Die Qualität der Exponate der Schülerinnen und Schüler war sehr hoch, vor allem angesichts der Tatsache, dass die meisten von ihnen bis vor einigen Monaten noch nie eigene Kunstwerke geschaffen hatten. Unser ortsansässiger Kunstlehrer hat hart mit den Schülern gearbeitet, und wir haben herausgefunden, dass wir viele Schüler an der Schule haben, die in diesem Bereich hochbegabt sind.

Ein Teil der Arbeiten wurde von Besuchern gekauft, und die Schülerinnen und Schüler waren sehr stolz darauf, ihren Anteil an dem für ihre Arbeit gezahlten Geld zu erhalten. Auch Lehrer und Schüler anderer Schulen besuchten die Ausstellung an den vier Tagen, an denen sie geöffnet war, und das Feedback war äusserst positiv. Viele unserer Schülerinnen und Schüler dankten uns persönlich dafür, dass wir der Schule einen Kunstraum zur Verfügung gestellt haben, und baten uns auch, ihren Dank an die vielen EE-Freunde weiterzugeben, die in den letzten Monaten Kunstmaterialien zur Verfügung gestellt hatten.

Wir sind immer dankbar für Kugelschreiber (neue), Farbstifte (können gebraucht sein), Wasserfarben und andere Dekorationsmittel wie Gold- oder Silberfarbe. Schauen Sie sich die Bilder an und sehen Sie, wie gut die SchülerInnen gearbeitet haben, einschliesslich unserer drei talentiertesten SchülerInnen, die Vogelmasken kreierten und die Ausstellung als “schöne menschliche Vögel” eröffnen durften.

Übrigens wurde das “Luxusvögel”-Ausstellungsstück mit vier bunten Vögeln auf einem unserer Klassenzimmerhocker, der auf den Kopf gestellt wurde, montiert. Die Beine des Hockers hatten die perfekte Grösse, um in die für den Körper verwendeten Geschenkpapierrollen gesteckt zu werden. Die Gesichter wurden aus Eierkartons hergestellt, zugeschnitten und mit Gipsgewebe überzogen und dann dekoriert. Wir waren begeistert davon!

Schöne Vögel

Diese Woche werden die EE-Vorstandsmitglieder Thomas, André und Lesley nach Mehoni und zur offiziellen Eröffnung unseres Arts&Crafts Center an der Lemlem Baro School reisen. Die Eröffnung wird mit der ersten Kunstausstellung von SchülerInnen in einer ländlichen staatlichen Schule in Nord-Äthiopien gefeiert werden.

Am 15. Februar ist die offizielle Eröffnung des Zentrums, und sobald das Band durchtrennt ist, wird sich die Tür öffnen und Vogelgesang zu den Besuchern nach draussen dringen. Die Gäste werden dann durch die Ausstellung geführt, in der Vögel aller Art zu sehen sind. Wir können es kaum erwarten, Ihnen die Fotos der schönen Arbeiten der SchülerInnen im Anschluss an die Ausstellung zu zeigen.

Auf dem Programm dieser Reise steht auch das jährliche Abendessen für die Gruppe unserer Stipendiaten, die inzwischen 45 SchülerInnen umfasst. Darüber hinaus wird unser Vorstand den Bau unseres Early Learning Centers (“Kindergarten”) überwachen, der jetzt an der Lemlem Baro School im Gange ist.

Lemlem Baro Schule 2015-2019

Wenn Sie die Veränderungen sehen wollen, die 4 Menschen und ihre Freunde in einem Schulprojekt bewirken können, werfen Sie einen Blick auf diesen Film. Er wurde zum zehnjährigen Bestehen von Ethiopian Enterprises zusammengestellt. Sie sehen die Ergebnisse der Verwandlung einer grossen öffentlichen Grundschule von 2015-2019, darunter Szenen aus Ferienkursen der 8. Klassen, Arbeit in den Permagärten, die Eröffnung der neuen Toilettenblöcke mit innovativen Regenwassersystemen, Schulpreisverleihungen, etc. Gerade wenn Sie das gute Gefühl haben, dass jetzt alles in Ordnung ist, bekommen Sie Filmmaterial zu sehen, das vor ein paar Wochen in einer benachbarten Schule gedreht wurde…

Happy Birthday Ethiopian Enterprises!

Am vergangenen Donnerstagabend trafen sich mehr als 50 Mitglieder und Freunde im Kulturraum Thalwil zur Feier des zehnten Geburtstags von EE. Im Anschluss an die jährliche Mitgliederversammlung von EE begrüssten unsere Vorstandsmitglieder und Helfer zahlreiche Gäste mit Getränken und einem reichhaltigen Apéro. Dann gab es Zeit zum Plaudern, Treffen mit neuen Leuten und Einkaufen in unserem Ethio-Shop. Nach dem Apéro gaben der EE-Präsident Thomas Baumann und die Projektleiterin der Mehoni Schulprojekts Lesley Stephenson einen kurzen Überblick über die Entstehung und bisherige Geschichte von Ethiopian Enterprises. Das aktuelle Projekt von EE an der Lemlem Baro Schule wurde dann näher vorgestellt, illustriert durch Fotos und einen Kurzfilm des Vorstandsmitglieds André Cardinaux. Lesley nutzte dann die Gelegenheit, die bei der Veranstaltung anwesenden freiwilligen HelferInnen von EE vorzustellen und zu verdanken, von denen viele unsere Arbeit seit mehreren Jahren unterstützen: Caroline Barlow, Maria Baumann, Alois Baumann, Jonathon Borowski, Cathy Kennard, Hong Peng, Bettina Rinaldi, Jolanta Skuratko, Gabriela Stocker, Christoph Stocker und Julia Svozil. Katarzyna Zarecka und Claudia Babock, die die General Electric Volunteers bei der Veranstaltung vertraten, wurde für ihre mehrfachen Sammlungen von Materialien für unsere Schulen in Mehoni gedankt. Lesley würdigte auch unseren langjährigen äthiopischen Manager Melkamu Abate für seinen Einsatz in Raya und Mekelle im Namen von EE. Und dann kam der Höhepunkt des Abends: unsere Torte zum 10. Geburtstag, perfekt dekoriert von der Confiserie Bauer in Zürich mit dem EE-Logo und der Schweizer und Äthiopischen Flagge. Nach vielen Fragen und Gesprächen, Champagner und Geburtstagskuchen ging die erfolgreiche Party am späten Abend zu Ende!

Der Jahresbericht 2018 ist erschienen!

In den letzten Tagen ist der von Thomas Baumann erstellte ausführliche und reich bebilderte 20-seitige Jahresbericht 2018 erschienen. Darin finden Sie ausführlich geschildert, was Ethiopian Enterprises im vergangenen Jahr in Mehoni erreicht hat, sowie viele ausführliche Details über unsere Projekte und die Situation in Äthiopien! HIER finden Sie den vollständigen Jahresbericht als pdf-file!

Neue Toilettenanlage an der Lemlem Baro Schule

Endlich. Unsere neue Toilettenanlage an der Lemlem Baro School wurde am 20. März eröffnet. Eine grosse Menge von Regierungsbeamten und Eltern versammelte sich in der Schule zur Eröffnung. Dabei interessierten sich die Besucher nicht nur für die ihnen bereits bekannten Hock-Toiletten, sondern vor allem für die so genannten Calamino Zisternen, einem innovativen Regenwasser-Sammeltank, den die Bauern mit einer speziellen Gussform selbst herstellen könnten. Diese Zisternen wurden während unserer Zeit mit Helvetas in Hagereselam entwickelt, und wir hatten immer geplant, diese Innovation beim Bau der Toiletten in Raya vorzustellen. Das Regenwasser in den Zisternen wird für die Spülung und Reinigung der Toiletten und für die Handwäsche verwendet, und wir hatten in diesem Jahr grosses Glück: Im März füllte früher Regen die Zisternen für uns, so dass wir das fliessende Wasser an der Eröffnung demonstrieren konnten.

Die neue Anlage mit je 8 Zellen für Knaben und Mädchen in zwei separaten Gebäuden stellt eine enorme Verbesserung für die Schule und ihr allgemeines Hygieneniveau dar. Wir danken allen, die zu diesem Projekt beigetragen haben!

Ferien-Trainingsprogramm in Mehoni

Alle öffentlichen Schulen in Äthiopien arbeiten in einem Zwei-Schichten-System. Die Schüler besuchen die Schule entweder vormittags oder nachmittags, da es an Klassenzimmern und Lehrern mangelt, und die meisten öffentlichen Schulen wechseln wöchentlich Schüler und Schichten. Wenn eine Schule so glücklich ist wie die unsere und über eine eigene Bibliothek verfügt, können die Schüler vor oder nach ihrer Schicht in der Bibliothek arbeiten. Die meisten Schulen in der Region Raya haben jedoch keine Bücher, geschweige denn eine Bibliothek.

Angesichts dieser Situation war eine unserer Befürchtungen bei unserem ganztägigen Englisch-Trainingsprogramm für 166 Schüler der 8. Klassen während einer Ferienwoche, dass die SchülerInnen müde und launisch werden würden, wenn sie den ganzen Tag die Schule besuchen müssten. Aber wir hätten uns keine Sorgen machen müssen. Als Lesley sie an ihrem zweiten Morgen fragte, ob sie am Vorabend müde gewesen seien, leuchteten die Gesichter auf und sie riefen “Nein!”. Eine Schülerin sagte sogar, dass sie kaum geschlafen habe, da sie wissen wollte, was sie am nächsten Tag tun würden!

In einem Land, in dem Vorausplanung weitgehend nur eine Idee ist, war unsere Verantwortung für diese Woche gross. Wir mussten Unterrichtspläne erstellen, die die Kinder den ganzen Tag Englisch sprechen und hören liessen, die aber auch genügend Abwechslung boten, damit sie sich nicht langweilen konnten. Die Erstellung der Pläne für die Lehrer war eine grosse Aufgabe für Lesley, aber der Zeitaufwand hat sich gelohnt, da alle Lehrer daraus gelernt haben.

Es gab für die SchülerInnen zwei Grammatikblöcke pro Tag und einen neuen Wortschatzblock. Darüber hinaus gab es Kunstunterricht, Tanzkurse, Bibliothekslesekurse, Reinigungsunterricht (die Instandhaltung der Schule ist nach wie vor ein zentrales Anliegen) und Filme – alles auf Englisch. Während wir so vielen Menschen kein Mittagessen anbieten konnten, erhielten sie in der grossen Morgenpause jeden Tag einen anderen Leckerbissen: Trockenfrüchte und Nüsse, Gesundheitsriegel, Schokoladebiscuits, Bananen und Orangen (per Minivan aus Mekelle hinunter gefahren), und am letzten Morgen ihr eigenes wunderbares lokales Brot. Am Ende des Nachmittags am Freitag hatten wir eine Abschlussparty, auf der sie am “ferengi”-Tanz arbeiteten, den sie mit Leidenschaft in ihren Tanzkursen (zu Musik von Michael Jackson) gelernt hatten, und dann auch traditionelle Tänze tanzten. Auf der Party erhielt jeder auch einen Softdrink (teurer als ein Kugelschreiber und daher selten konsumiert) und einige der wunderbaren lokalen Erdnüsse, für die die Gegend bekannt ist.

Lesley wurde vom Englischlehrer von Lemlem Baro, 7 Studenten der Preparatory School mit sehr guten Englischkenntnissen und einem in der Schweiz ansässigen eritreischen Lehrer unterstützt, der für diese Woche als Freiwilliger mit uns gekommen war. Er war ein Lebensretter. Da die Eritreer die gleiche Sprache – Tirginya – sprechen wie die Menschen im Tigray, wurde er schnell an der Schule akzeptiert und bewies Reife und sehr gute pädagogische Fähigkeiten. Die SchülerInnen liebten ihn.

Das Trainingsprogramm war ein grosser Erfolg. Wir sahen echte Fortschritte in der Arbeit der SchülerInnen, und ihre Freude war offensichtlich. Dies war das erste Mal, dass sie eine solche persönliche Aufmerksamkeit und Anerkennung erhielten. Wir können nur hoffen, dass es möglichst vielen von ihnen helfen wird, ihre externen Prüfungen der 8. Klassen anfangs Juni zu bestehen.

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