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Lemlem Baro Schule 2015-2019

Wenn Sie die Veränderungen sehen wollen, die 4 Menschen und ihre Freunde in einem Schulprojekt bewirken können, werfen Sie einen Blick auf diesen Film. Er wurde zum zehnjährigen Bestehen von Ethiopian Enterprises zusammengestellt. Sie sehen die Ergebnisse der Verwandlung einer grossen öffentlichen Grundschule von 2015-2019, darunter Szenen aus Ferienkursen der 8. Klassen, Arbeit in den Permagärten, die Eröffnung der neuen Toilettenblöcke mit innovativen Regenwassersystemen, Schulpreisverleihungen, etc. Gerade wenn Sie das gute Gefühl haben, dass jetzt alles in Ordnung ist, bekommen Sie Filmmaterial zu sehen, das vor ein paar Wochen in einer benachbarten Schule gedreht wurde…

Happy Birthday Ethiopian Enterprises!

Am vergangenen Donnerstagabend trafen sich mehr als 50 Mitglieder und Freunde im Kulturraum Thalwil zur Feier des zehnten Geburtstags von EE. Im Anschluss an die jährliche Mitgliederversammlung von EE begrüssten unsere Vorstandsmitglieder und Helfer zahlreiche Gäste mit Getränken und einem reichhaltigen Apéro. Dann gab es Zeit zum Plaudern, Treffen mit neuen Leuten und Einkaufen in unserem Ethio-Shop. Nach dem Apéro gaben der EE-Präsident Thomas Baumann und die Projektleiterin der Mehoni Schulprojekts Lesley Stephenson einen kurzen Überblick über die Entstehung und bisherige Geschichte von Ethiopian Enterprises. Das aktuelle Projekt von EE an der Lemlem Baro Schule wurde dann näher vorgestellt, illustriert durch Fotos und einen Kurzfilm des Vorstandsmitglieds André Cardinaux. Lesley nutzte dann die Gelegenheit, die bei der Veranstaltung anwesenden freiwilligen HelferInnen von EE vorzustellen und zu verdanken, von denen viele unsere Arbeit seit mehreren Jahren unterstützen: Caroline Barlow, Maria Baumann, Alois Baumann, Jonathon Borowski, Cathy Kennard, Hong Peng, Bettina Rinaldi, Jolanta Skuratko, Gabriela Stocker, Christoph Stocker und Julia Svozil. Katarzyna Zarecka und Claudia Babock, die die General Electric Volunteers bei der Veranstaltung vertraten, wurde für ihre mehrfachen Sammlungen von Materialien für unsere Schulen in Mehoni gedankt. Lesley würdigte auch unseren langjährigen äthiopischen Manager Melkamu Abate für seinen Einsatz in Raya und Mekelle im Namen von EE. Und dann kam der Höhepunkt des Abends: unsere Torte zum 10. Geburtstag, perfekt dekoriert von der Confiserie Bauer in Zürich mit dem EE-Logo und der Schweizer und Äthiopischen Flagge. Nach vielen Fragen und Gesprächen, Champagner und Geburtstagskuchen ging die erfolgreiche Party am späten Abend zu Ende!

Der Jahresbericht 2018 ist erschienen!

In den letzten Tagen ist der von Thomas Baumann erstellte ausführliche und reich bebilderte 20-seitige Jahresbericht 2018 erschienen. Darin finden Sie ausführlich geschildert, was Ethiopian Enterprises im vergangenen Jahr in Mehoni erreicht hat, sowie viele ausführliche Details über unsere Projekte und die Situation in Äthiopien! HIER finden Sie den vollständigen Jahresbericht als pdf-file!

Zeit zu feiern!

Ethiopian Enterprises feiert 2019 den 10. Geburtstag! Kommen Sie zu unserer Geburtstagsfeier und unserem Informationsapéro am 9. Mai. Dort erfahren Sie mehr über die Ergebnisse unserer Arbeit in den letzten zehn Jahren. Anmeldeschluss ist der 30. April: info@ethiopianenterprises.org

Neue Toilettenanlage an der Lemlem Baro Schule

Endlich. Unsere neue Toilettenanlage an der Lemlem Baro School wurde am 20. März eröffnet. Eine grosse Menge von Regierungsbeamten und Eltern versammelte sich in der Schule zur Eröffnung. Dabei interessierten sich die Besucher nicht nur für die ihnen bereits bekannten Hock-Toiletten, sondern vor allem für die so genannten Calamino Zisternen, einem innovativen Regenwasser-Sammeltank, den die Bauern mit einer speziellen Gussform selbst herstellen könnten. Diese Zisternen wurden während unserer Zeit mit Helvetas in Hagereselam entwickelt, und wir hatten immer geplant, diese Innovation beim Bau der Toiletten in Raya vorzustellen. Das Regenwasser in den Zisternen wird für die Spülung und Reinigung der Toiletten und für die Handwäsche verwendet, und wir hatten in diesem Jahr grosses Glück: Im März füllte früher Regen die Zisternen für uns, so dass wir das fliessende Wasser an der Eröffnung demonstrieren konnten.

Die neue Anlage mit je 8 Zellen für Knaben und Mädchen in zwei separaten Gebäuden stellt eine enorme Verbesserung für die Schule und ihr allgemeines Hygieneniveau dar. Wir danken allen, die zu diesem Projekt beigetragen haben!

Ferien-Trainingsprogramm in Mehoni

Alle öffentlichen Schulen in Äthiopien arbeiten in einem Zwei-Schichten-System. Die Schüler besuchen die Schule entweder vormittags oder nachmittags, da es an Klassenzimmern und Lehrern mangelt, und die meisten öffentlichen Schulen wechseln wöchentlich Schüler und Schichten. Wenn eine Schule so glücklich ist wie die unsere und über eine eigene Bibliothek verfügt, können die Schüler vor oder nach ihrer Schicht in der Bibliothek arbeiten. Die meisten Schulen in der Region Raya haben jedoch keine Bücher, geschweige denn eine Bibliothek.

Angesichts dieser Situation war eine unserer Befürchtungen bei unserem ganztägigen Englisch-Trainingsprogramm für 166 Schüler der 8. Klassen während einer Ferienwoche, dass die SchülerInnen müde und launisch werden würden, wenn sie den ganzen Tag die Schule besuchen müssten. Aber wir hätten uns keine Sorgen machen müssen. Als Lesley sie an ihrem zweiten Morgen fragte, ob sie am Vorabend müde gewesen seien, leuchteten die Gesichter auf und sie riefen “Nein!”. Eine Schülerin sagte sogar, dass sie kaum geschlafen habe, da sie wissen wollte, was sie am nächsten Tag tun würden!

In einem Land, in dem Vorausplanung weitgehend nur eine Idee ist, war unsere Verantwortung für diese Woche gross. Wir mussten Unterrichtspläne erstellen, die die Kinder den ganzen Tag Englisch sprechen und hören liessen, die aber auch genügend Abwechslung boten, damit sie sich nicht langweilen konnten. Die Erstellung der Pläne für die Lehrer war eine grosse Aufgabe für Lesley, aber der Zeitaufwand hat sich gelohnt, da alle Lehrer daraus gelernt haben.

Es gab für die SchülerInnen zwei Grammatikblöcke pro Tag und einen neuen Wortschatzblock. Darüber hinaus gab es Kunstunterricht, Tanzkurse, Bibliothekslesekurse, Reinigungsunterricht (die Instandhaltung der Schule ist nach wie vor ein zentrales Anliegen) und Filme – alles auf Englisch. Während wir so vielen Menschen kein Mittagessen anbieten konnten, erhielten sie in der grossen Morgenpause jeden Tag einen anderen Leckerbissen: Trockenfrüchte und Nüsse, Gesundheitsriegel, Schokoladebiscuits, Bananen und Orangen (per Minivan aus Mekelle hinunter gefahren), und am letzten Morgen ihr eigenes wunderbares lokales Brot. Am Ende des Nachmittags am Freitag hatten wir eine Abschlussparty, auf der sie am “ferengi”-Tanz arbeiteten, den sie mit Leidenschaft in ihren Tanzkursen (zu Musik von Michael Jackson) gelernt hatten, und dann auch traditionelle Tänze tanzten. Auf der Party erhielt jeder auch einen Softdrink (teurer als ein Kugelschreiber und daher selten konsumiert) und einige der wunderbaren lokalen Erdnüsse, für die die Gegend bekannt ist.

Lesley wurde vom Englischlehrer von Lemlem Baro, 7 Studenten der Preparatory School mit sehr guten Englischkenntnissen und einem in der Schweiz ansässigen eritreischen Lehrer unterstützt, der für diese Woche als Freiwilliger mit uns gekommen war. Er war ein Lebensretter. Da die Eritreer die gleiche Sprache – Tirginya – sprechen wie die Menschen im Tigray, wurde er schnell an der Schule akzeptiert und bewies Reife und sehr gute pädagogische Fähigkeiten. Die SchülerInnen liebten ihn.

Das Trainingsprogramm war ein grosser Erfolg. Wir sahen echte Fortschritte in der Arbeit der SchülerInnen, und ihre Freude war offensichtlich. Dies war das erste Mal, dass sie eine solche persönliche Aufmerksamkeit und Anerkennung erhielten. Wir können nur hoffen, dass es möglichst vielen von ihnen helfen wird, ihre externen Prüfungen der 8. Klassen anfangs Juni zu bestehen.

Ein paar Gedanken zum Jahresanfang…

In Äthiopien wird Weihnachten von den Menschen, die Mitglieder der orthodoxen christlichen Kirche sind, am 7. Januar gefeiert. In vielen Dörfern im ländlichen Raya-Azebo im südlichen Tigray wird es jedoch keine Geschenke und kein besonderes Essen geben. Viele Familien haben einfach kein Geld, um etwas Besonderes zu kaufen.

Für Hunderte von jungen Waisenkindern in der Region wird ein sicherer Schlafplatz in den kommenden Wochen bereits ein Geschenk sein. Es gibt keine Waisenhäuser in Raya-Azebo. Und während die diesjährige Ernte besser war als viele zuvor, ohne geeignete Speicher und Regenwassersammelsysteme, könnte die nächste Katastrophe bereits in einigen Monaten wieder bevorstehen. Es gibt keine Zeit, sich zurückzulehnen, es gibt Arbeit zu tun.

Es ist oft schwierig und hart, in Raya-Azebo zu arbeiten. Es gibt überall viel Bedarf, aber um wirklich helfen zu können, müssen wir uns auf nachhaltige Ziele konzentrieren. Vor allem im vergangenen Sommer haben die Todesfälle von einem Dutzend High School Schüler aus unserer Gegend, die von Menschenhändlern in die illegale Migration gelockt wurden, deutlich gezeigt, wie wichtig unsere Unterstützung von Bildung und unser neues Stipendienprogramm für diese SchülerInnen sind. Wenn Teenager Hoffnung auf eine Zukunft haben, sind sie weniger geneigt sich von Lügen verführen zu lassen.

Im vergangenen Jahr haben wir den Umfang unserer Tätigkeit erweitert. An einer weiteren Schule in der Region haben wir einen Regenwasserspeicher errichtet und unsere beiden regionalen High Schools bei vielen Themen unterstützt. Wir haben Schulmöbel für eine Gruppe von Schulen zur Verfügung gestellt, die keine Schreibtische für ihre Schüler hatten, und Kleidung und Sportartikel für Gemeindegruppen und Schulen bereitgestellt. Wir haben uns entschieden und klar ersichtlich gegen die Korruption eingesetzt. Wir lösen derzeit das wachsende Hygieneproblem rund um die Lemlem Baro Schule und die Mehoni-Gemeinschaft, indem wir den Bau einer Toilettenanlage innerhalb der Schule finanzieren und überwachen, damit unsere Schüler nicht zusätzlich zu den Problemen beitragen. Dies ist ein teures, aber entscheidend wichtiges Unterfangen, und wir sind bei der Vorbereitung des Projekts in den letzten 2 Jahren zu richtigen Toilettenexperten geworden. Für dieses Projekt suchen wir dringend nach weiteren Mitteln!

Im Hinblick auf das Jahr 2019 und das zehnte Jahr der Arbeit von Ethiopian Enterprises in Nord-Äthiopien haben wir einige Untersuchungen zu den Auswirkungen unserer Arbeit durchgeführt. Wir können mit Stolz behaupten, dass sich unsere Bemühungen in diesen 9 Jahren positiv auf das Leben von 50’000 Menschen ausgewirkt haben, und das ist eine vorsichtige Schätzung. Die Details zu dieser Einschätzung werden wir zu Beginn unseres zehnten Jahres im Januar veröffentlichen.

Die Menschen in unserer Region wollen nicht auswandern, sie wollen keine Flüchtlinge werden. Sie wollen in Äthiopien bleiben und ein besseres Leben für sich und ihre Kinder schaffen. Der einzige Weg ihnen dabei zu helfen besteht darin, dazu beizutragen eine bessere Bildung und bessere Einrichtungen, besseres Wissen und Know-how bereitzustellen. Das ist es, was wir mit Ihrer Hilfe tun. Wir sind allen Menschen und Institutionen, die in diesem Jahr für unsere Arbeit gespendet haben, sehr dankbar. An besonders harten Tagen ist es Ihre Unterstützung, die uns entschlossen und fokussiert bei der Sache hält. Während die Vorstandsmitglieder von EE alle ihre Kosten selbst tragen, auch während oft wochenlanger Arbeit in Raya, sind die Kosten für unseren Bau und andere Unterstützungsarbeiten erheblich. Jeder gespendete Franken fliesst direkt in unsere Projekte, und wir hoffen, dass diejenigen von Ihnen, die uns 2018 geholfen haben, auch im kommenden Jahr bei uns bleiben werden, wenn wir unseren Weg fortsetzen. Unsere Reise in Raya ist noch nicht zu Ende.

Vielen Dank an Sie alle und unsere besten Wünsche für ein glückliches, gesundes Jahr 2019.                            Lesley, Thomas, André, Tatjana.

Die Ergebnisse sind da !

Einige unserer erfolgreichen Studenten der 10. Klassen…

Lesley, die Leiterin der Mehoni Schulprojekts, hat uns einige spannende Nachrichten aus Mehoni geschickt. Die Ergebnisse der hart umkämpften Prüfungen der 10. Klassen der Highschool sind nun da. Diese Ergebnisse bestimmen in hohem Masse die Zukunft der äthiopischen Studenten. Diejenigen, die mit einer hohen Punktzahl bestehen, haben die Möglichkeit, für zwei Jahre (in der 11. und 12. Klasse) in die sogenannte Preparatory School zu wechseln. Am Ende der 12. Klasse legen sie dann eine wettbewerbsintensive Prüfung ab, welche bestimmt, wer eine Universität besuchen darf.

Diejenigen, die mit etwas niedrigeren Punktzahlen bestehen, haben die Möglichkeit, die Lehrerausbildung zu besuchen. Diejenigen, die überhaupt nicht bestehen, müssen es noch einmal versuchen, wenn sie die Möglichkeit haben wollen, an einer anderen Ausbildungsstätte für Erwachsene zu studieren.

Von den Schülern unseres Pilot-Stipendienprogramms, bei dem bis auf zwei Schüler alle in der 10. Klasse waren, haben es 50% bis zur Preparatory School geschafft. In einer ländlichen Region, in der die meisten Highschools nur 10-20% der Schüler bis zur 11. Klasse bringen, ist dies ein sensationelles Ergebnis. Was nicht so toll ist, ist, dass unter diesen 11 Studenten nur eine Frau war.

Einige der verbleibenden Schüler können in diesem Monat die Option erhalten, die Lehrerausbildung zu besuchen. Sie werden, wie ihre Kollegen an der Preparatory School, weiterhin von uns unterstützt. Darüber hinaus haben wir nun 10 neue Schüler für das Stipendienprogramm ausgewählt, die von einer Reihe unserer Mitglieder und Spender unterstützt werden.

Die Schülerinnen und Schüler berichteten Lesley diese Woche, dass ihr Stipendium ihnen half, sich auf ihre schulische Arbeit zu konzentrieren und damit einen grossen Beitrag zu ihrem Erfolg leistete. Vielleicht ebenso wichtig war die moralische Unterstützung, die sie von Lesley und EE-Präsident Thomas Baumann sowie unseren Sponsoren erhielten. Das half ihnen, in der Schule zu bleiben. Viele von ihnen sind Waisenkinder oder Halbwaisen, die oft jüngere Familienmitglieder unterstützen müssen, und jemanden zu haben, der zum ersten Mal in ihrem Leben die Last teilt, war für sie eine ganz besondere Erfahrung.

Das Stipendienprogramm beweist seinen Wert !

So sahen unsere Stipendiaten nach einigen Monaten aus, in welchen sie zum ersten Mal in ihrem Leben Unterstützung erhalten hatten.

Früher in diesem Monat haben wir einige Details zu unserem neuen Stipendienprogramm für Mittel-schüler/innen in der Region Mehoni veröffentlicht (Artikel über Illegale Migration vom 16. Juli). Die Auswirkungen des ersten Jahres dieses Programms sind jetzt allen klar, und gute Nachrichten erreichten uns vor ein paar Tagen aus Mehoni. Von den 25 Schülern, die wir 2017/2018 unterstützt haben, haben 10 ihr letztes Highschool-Jahr in den Top 5% aller Schüler abgeschlossen (von 2’200 insgesamt!). Sie wurden bei der abschliessenden Preisverleihung in diesem Monat gefeiert. Unsere beiden Studenten im Uni-Vorbereitungsjahr belegten ebenfalls die ersten Plätze. Das bedeutet, dass mindestens die Hälfte unserer unterstützten Schüler/innen im September ins Uni-Vorbereitungsjahr gehen wird, und wir hoffen, dass es noch einige weitere dazu schaffen werden.

Alle Schüler haben sich bei uns für die Möglichkeit bedankt, die sie im vergangenen Jahr erhalten haben, und sie sind sich sicher, dass ihr Erfolg durch die Unterstützung, die sie erhalten haben (300 CHF pro Jahr), erheblich gesteigert wurde. Mit Ihrer Hilfe hoffen wir, die Anzahl der Stipendiaten für das kommende Schuljahr ab September mindestens verdoppeln zu können. Bitte kontaktieren Sie uns unter info@ethiopianenterprises.org wenn Sie eine/n Schüler/in im kommenden Jahr sponsern möchten!

Die Ferienpause hat nun begonnen und wir wünschen Ihnen allen einen schönen Sommer. Ganz herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Preise unter Bewachung eingepackt!

Letzte Woche fand die lang erwartete Preisverleihung am Ende des Schuljahrs an Mehonis Schulen statt, auch an unserer Projektschule Lemlem Baro. Es war schwieriger als üblich, die Preise bereit zu machen, wie Lesley aus Mehoni berichtet.

“Aufgrund meiner frühen Ankunft in Mehoni waren die Schulprüfungen noch im Gange. Es gab Regierungsbeamte, die die staatlichen Prüfungen der 8. Klassen an allen Schulen überwachten, und niemand ausser den Examenskandidaten und den Beamten durfte die Schule betreten. An drei Nachmittagen und Abenden arbeitete ich in einem kleinen Extraraum, den mir unser Hotel zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt hatte. Wir hatten wundervolle Preise, einige davon von der Volunteers’ Gruppe von GE Electric, einige von EE-Vorstandsmitglied Tatjana Meier und ihren Kollegen von IBM, einige von Swiss Re und sogar von der Limmattal Bahn! Ich habe über 200 Preise für Lemlem eingepackt, mühsam in einem kleinen Raum und ohne Hilfe, da die Lehrer
genau an den Tagen, die wir dafür vorgesehen hatten, Prüfungen an anderen Schulen überwachen mussten. Wir hatten sogar genug Material, um 20 schöne Preise für die besten zehn Schüler der 9. und 10. Klasse der Mehoni High School zur Verfügung zu stellen, wo wir unser Stipendienprogramm durchführen. Die Schule war entzückt.

Dank einer guten Ausstattung mit Farbstiften und Zeichenbögen konnten wir zwei weiteren Grundschulen aus unserer Gruppe der Unterprojekt-Schulen eine grosse Kiste mit Stiften, einem schönen Stapel von Blättern, sowie Spitzern geben. Sie waren begeistert. Und während ich packte, bekam auch ich meinen Nervenkitzel. An einem der Tage wo ich am Einpacken war besuchte der neue äthiopische Premierminister Raya und natürlich auch Mehoni als Hauptort. Er kam zum Mittagessen in unser Hotel. Als ich all den Aufruhr hörte, schlüpfte ich aus meinem Zimmer, um den Innenhof zu fotografieren, auf dem das Mittagessen aufgebaut wurde. Dabei wurde ich anscheinend beobachtet. Als ich das nächste Mal aus meinem Zimmer kam, sass ein bewaffneter Wachmann auf dem Balkon gegenüber meinem Zimmer!”

Herzlichen Dank an alle, die dieses hochwertige und wirklich hilfreiche Material gespendet haben.

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